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Geschrieben von Peter H.
Kennst du das Spiel Pong? Es war das erste kommerziell erfolgreiche Videospiel und wurde 1972 von Atari veröffentlicht. Wenn du es noch nicht kennst, probier's doch gleich mal aus, z. B. hier: Link zum Spiel

Analysiere das Spiel und sammle Ideen für dein eigenes Spiel:
1) Was ist das Spielziel?
2) Was ist die Challenge?
3) Wer oder was ist dein Avatar?
4) Was ist die Hintergrundgeschichte zu deinem Spiel?
Lernziele
In dieser Einheit wirst du dein erstes Multiplayer-Spiel erstellen. Dabei lernst du wichtige Grundlagen der Programmierung:
- Variablen
- Schleifen
- Entscheidungen
- Ereignisse
- Zufallszahlen
Lass' dich von den Begriffen nicht einschüchtern. Du wirst sehen, dass viele Dinge mit Scratch ziemlich intuitiv und einfach sind. Andere brauchen vielleicht etwas mehr Übung und Nachdenken. Das ist wie beim Fußballspielen oder Musizieren: Gut Ding' braucht manchmal Weile. :-)
Vorgehen
1. Tritt unserer Scratch-Klasse über folgenden Link bei: Talente
2. Lass uns die Grundlagen gemeinsam erarbeiten
Bis zum nächsten Mal
- Erweitere das Spiel mit deinen eigenen Ideen und teile es auf Scratch, damit wir voneinander lernen können:
- Gestalte deine eigenen Sprites (Schläger, Ball) oder finde welche im Internet, um dein Spiel individueller zu machen
- Gestalte deinen eigenen Hintergrund
- Wie kannst du das Spiel noch interessanter machen? (Leben, Zeit, Geschwindigkeit etc.)
Wenn du Zeit und Lust hast
- Erstelle ein Modell von Pong (Klassen- und Aktivitätsdiagramm) und füge es zu deinem Portfolio hinzu
- Plane dein eigenes Spiel bzw. bastle an ihm weiter
Was in den nächsten Einheiten kommt
- Wenn der Ball ins Aus geht, soll der Spieler, der verloren hat, Angabe haben
- Wir machen aus unserem Micro:Bit einen Videocontroller, mit dem du einen der Spieler steuern kannst.
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Geschrieben von Peter H.
Teil 1
- Was wird mit den in den Abbildungen gezeigten Gegenständen geschützt?
- Finde mit einem Partner jeweils einen Vor- und Nachteil zu jedem der Gegenstände.
Teil 2
- Was wird mit einem Passwort, z. B. fürs Online-Banking oder Facebook, geschützt?
- Welchen Gegenstand aus den Abbildungen von oben kann man am ehesten mit einem Passwort vergleichen? Warum?
- Vergleiche die beiden folgenden Gegenstände. Welcher ist deiner Meinung nach sicherer? Diskutiere mit einem Partner.
- Überlegt euch gemeinsam, was ein sicheres Passwort ausmacht. Testet eure Hypothesen z. B. auf https://www.passwortcheck.ch/passwortcheck/passwortcheck und https://www.1pw.de/brute-force.php.
- Fasst eure Erkenntnisse auf einem Plakat zusammen und präsentiert sie der Klasse.
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Geschrieben von Peter H.

Strenghts
Unterricht muss wohlüberlegt/treffsicher sein, verständliche Aufgaben müssen formuliert werden, Lernende müssen in besonderer Weise motiviert werden, eine wohlüberlegte Planung ist nötig, ebenso Feedback damit Teilnehmer sich nicht verloren fühlen – die inhaltliche Qualität und Klarheit kann erhöht werden
Weaknesses
keine einheitliche Regelung von online learning, kann verwirrend sein, viele Accounts nötig, Abwesenheit von persönlichem Kontakt kann demotivierend sein, daher Kontakt sicherstellen sowohl zwischen Lehrenden und Lernenden als auch unter Lernenden, soziale Lernformen nur eingeschränkt möglich, spontaner Austausch ebenso
Chances
eigene Einstellungen zum Unterrichten/Lernen reflektieren, neue Aufgaben generieren, die dem Medium entsprechen, selbständiges Lernen fördern (schülerzentriert!), neue Ansätze ausprobieren, COOL, herausfinden wieviel Kontrolle wirklich nötig ist, neue Formen der Wissenssicherung erproben
Risks
Lernende klinken sich einfach aus, technische Ausfälle, bestehendes Unterrichtsmaterial ist möglicherweise ungeeignet, muss neu erarbeitet werden, nicht alle verfügen über die technische Infrastruktur zu Hause, es fehlt am Willen, sich auf e-learning Plattformen einzustellen
Persönliche Zielsetzungen
- Unterricht gut strukturieren
- Interessante und gehaltvolle Aufgaben
- Ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen
- Anregender Wechsel aus „Flyern“, Präsentationen, Texten, Videos etc.
- Eine Sprechstunde für persönlichen Kontakt?
- Ein SchülerInnen-Portfolio um Ziele und Leistungen transparent zu halten und individuelles Feedback geben zu können
- Selbständiges Lernen fördern, Strategietraining etc.
- Bestehende Systeme kennenlernen, eigenen Mix aus nützlichen Technologien zusammenstellen
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Geschrieben von Peter H.
Beim ersten Termin haben wir uns ausführlich mit der Modellierung (Anwendungsfälle, Aktivitätsdiagramme, Klassendiagramme) von Prozessen beschäftigt. Dabei haben wir einfache Gesellschaftsspiele wie etwa Memory und Mensch-ärgere-dich-nicht analysiert und Teile davon nachkonstruiert, um einen ersten Bogen zwischen Alltagswelt der KursteilnehmerInnen und Softwareentwicklung zu spannen.
Der erste Termin konnte glücklicherweise noch vor Ort in den Räumlichkeiten des COOL Lab stattfinden, sodass ich die SchülerInnen zumindest einmal persönlich begrüßen durfte. Es handelt sich um eine Gruppe von Mädchen und Jungs zwischen 11 und 14 Jahren, die über Talente OÖ in meinen Kurs gelangt sind. Die Teilnahme läuft auf freiwilliger Basis ab, da es sich bei meinem Spielentwicklungsworkshop um ein außerschulisches Kursangebot handelt. Das erste Treffen haben wir zum gegenseitigen Kennenlernen genutzt. Ich war schon etwas neugierig, muss ich zugeben, was es bedeutet hochbegabt zu sein, wollte den TeilnehmerInnen aber auch nicht das Gefühl geben, dass ich sie darauf reduziere, weswegen ich das Thema eher vermieden habe bzw. nur indirekt einmal erwähnt habe. Also ich muss zunächst einmal sagen, dass mir die Gruppe sehr sympathisch war und mir eigentlich ganz gewöhnlich im positiven Sinne vorgekommen ist, d. h. sie haben genauso das Bedürfnis, auf Beziehungsebene angesprochen zu werden/dass sich jemand sie und ihre Interessen interessiert, wie gewöhnlich-begabte Menschen. Außerdem kommen die TeilnehmerInnen alle aus unterschiedlichen Schulen, kenne sich also nicht und diese Mischung aus Unsicherheit und Bedürfnis nach sozialer Einbindung ist mir auch gleich aufgefallen. Wie gesagt, rein äußerlich also eine ganz gewöhnliche Truppe von Kindern, mit denen es Spaß macht zu arbeiten.
Was mir dann aber schon aufgefallen ist, und dieser Eindruck hat sich im Laufe des Kurses bestätigt, ist das Durchhaltevermögen, die Kreativität und schon auch etwas die Schnelligkeit in der Auffassungsfähigkeit. Z. B. habe ich schon öfter Einheiten zu Modellierung gemacht, und war immer zufrieden, wenn die TeilnehmerInnen ein einfaches Klassendiagramm und Aktivitätsdiagramm erschaffen konnten. So habe ich auch hier auf relativ einfache Beispiele zurückgegriffen, und nur nebenbei Elemente wie Vererbung, Aggregation etc. erwähnt. Schon bei der ersten Übung, wo sie einfache Klassendiagramm auf Basis von Bildern erzeugen sollten, war ich jedoch überrascht, wie elaboriert die Ergebnisse waren. Zwei Beispiele: Ein Junge hat mehr oder weniger fehlerfrei ein ganzes Mensch-ärgere-dich-nicht Spiel als Klassendiagramm gezeichnet, und ein Mädchen ein komplexes Diagramm mit ausgefeilten Vererbungsstrukturen zu Pferden, das Linné vor Neid erblassen lassen hätte. Die Kinder haben also im Großen und Ganzen, obwohl nur nebenbei erwähnt, auch komplexere Aspekte der Modellierung auf Anhieb verstanden. Bei den Aktivitätsdiagrammen, die ins algorithmische Denken einführen sollten, haben sie gleich einige Fehler an einem (bewusst mit Fehlern ausgestatteten) Aktivitätsdiagramm gesehen, noch ehe ich erklären musste, wie das ganze überhaupt funktioniert. Im Stationenbetrieb haben wir dann gruppenweise Memory und Mensch-ärgere-dich-nicht modelliert, was auch reibungslos funktioniert hat. Während einige lieber Abläufe aus ihrem Alltag modelliert haben, hatten andere großen Spaß daran, Spielzüge aus bekannten Brettspielen nachzumodellieren, und einige Lösungen waren wirklich erstaunlich gut. Die Teilnehmer waren extrem motiviert, also das Analysieren von Problemen und das Entwerfen von Lösungen macht ihnen offensichtlich großen Spaß, denn sie haben sehr konzentriert gearbeitet und waren dann sehr erpicht darauf, mir ihre Lösungen zu zeigen und Feedback dazu zu erhalten, was mich auch ganz schön ins Schwitzen gebracht hat. Die Doppelstunde war leider sehr schnell vorbei.