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Veröffentlicht: Dienstag, 05. Mai 2020 15:20
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Geschrieben von Peter H.
Kennst du den Spieleklassiker Snake? Das Spiel, 1976 erstmals unter dem Namen Blockade veröffentlich, gibt es in unzähligen Varianten. 1998 wurde es, lange bevor es Smartphones gab, auf den Nokia-Handys vorinstalliert (frag mal deine Eltern!) und erfreut sich u. a. deswegen bis heute großer Beliebtheit unter Gelegenheitszockern.
Bevor du das Spiel selbst programmierst, probier‘ doch mal diese Demoversion: https://playsnake.org/

Lernziele
- Klonen von Sprites
- Gamification-Elemente: Leben, Punkte etc.
Wiederholung
- Variablen
- Schleifen
- Entscheidungen
- Ereignisse
- Zufallszahlen
Fortgeschrittene Aufgaben
1) Wie könnte man das Spiel erweitern?
2) Erhöhe die Geschwindigkeit, entweder in Abhängigkeit von der Zeit, oder der Anzahl der Äpfel
3) Baue Hindernisse ein
4) Baue einen zweiten Spieler ein
5) Steuere die Figur über deinen Micro:Bit
6) Lasse deine Schlange das Feld queren
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Veröffentlicht: Freitag, 01. Mai 2020 22:59
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Geschrieben von Peter H.
Am 29.4.2020 habe ich mir über das Online-Angebot der PHDL einen Vortrag zum Thema-Distance Learning von Frau Sabine Mader angehört.
Angesichts meiner eigenen Unterrichtserfahrung mit distance-learning, hat es mich interessiert, welche Möglichkeiten es gibt, Struktur in den durch Corona ins Private verbannten Lernalltag zu bringen. Dabei wurden natürlich, wie man allerorten vernehmen konnte, die vielen Probleme, die so entstehen können, angesprochen. Spannungen in der Familie, SchülerInnen die für die Schule nicht mehr erreichbar sind etc. Auch einige technische Hilfsmittel, etwa Tagebücher, ebooks und Portfolios wurden angesprochen. Das hat mich besonders interessiert, denn mittels Portfolioarbeit wollte ich meinen Kursteilnehmern auch von zu Hause aus ermöglichen, an ihren individuellen Projekten zu arbeiten.
Homeschooling vs. Fernunterricht
Zunächst einmal wurde klargestellt, dass es sich in der durch Corona bedingten Situation nicht um Homeschooling, sondern um Fernunterricht handelt, was mit ganz anderen organisatorischen Herausforderungen einhergeht.
Während Homeschooling eine bewusste Wahl von Eltern betrifft, ihre Kinder zu Hause zu unterrichten, hat der Fernunterricht wie er jetzt gerade stattfindet viele plötzlich völlig unvorbereitet getroffen. Guter Fernunterricht braucht allerdings Struktur und ist anstrengend, denn sie gibt Sicherheit indem sie Stresssituationen mindert. Vor allem sei es besonders wichtig, sich zwischendurch immer zu bewegen.
Guter Fernunterricht
Laut Paul Felbermaier lässt sich guter Fernunterricht durch folgende Merkmale charakterisieren:
- Asynchrones Lernen (Selbständiges Lernen) statt synchrones (Mischung ist wichtig)
- Weniger statt unrealistische Zeile: Überblick ist wichtig, wer welche/wie viele Aufgaben gibt
- Klare Anweisungen: Wortanzahl, Seitenanzahl etc.
- Erwartungen definieren
- Empathisch sein: Wie geht es euch?
- Einheitlich kommunizieren: Anweisungen und Aufträge über denselben Kanal
- Bürozeiten einhalten: Arbeitszeit/Freizeit klar trennen
- Feedbacks einholen: individuelle Fragen klären
- Lernverständnis erhöhen: Multimediale Übungen, nicht nur Schreib- und Leseaufgaben sondern auch multimedial mit direkter Auswertung
- Lernziele definieren
Den Alltag sinnvoll strukturieren
- Um Nerven zu schonen, ist es für Eltern besonders wichtig, den Alltag durch folgende Elemente zu strukturieren:
- Lernplan machen, Stunden festlegen
- Arbeitsplatz gestalten
- Tag als Schultag starten
- Pausen und Bewegungen einplanen
- Abwechslung beim Lernen (Mathe-> Englisch)
- Aufgaben in Teilziele zerlegen
- Geduld und Ausdauer üben
- Lernspektrum erweitern
- Freizeit genießen
Wie kann digitales Lernen unterstützt werden?
- Kontakt mit Schulkameraden
- Lernerlebnis (soll auch mal lustig sein)
- Dokumentation der Lernergebnisse
- Bewegtes Lernen
- Kreativer Spielraum (Basteln, Malen)
- Bildschirmzeit und analoges Tun kombinieren
- Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden herstellen
Viele tolle Ideen für sinnvolle Beschäftigung/sinnvolles spielen, findet man auf den Seiten von Hilfswerk Niederösterreich und Steiermark. Tolle Bastelideen gibt es vor allem auf kinderfreunde.at, sowie auf www.friedrich-verlag.de/bildung-plus/gesundheit-und-schule.
Wer sich intensiver mit der Idee des Homeschooling auseinandersetzen möchte, findet auf mit-kindern-lernen.ch wertvolle Informationen.
Während der Zeit der Isolation und der dadurch bedingten Ressourcenknappheit bieten sich insbesondere Aufgabenformate an, die fächerübergreifend und projektorientiert sind. Um die Lernerfolge und die geleistete Arbeit festzuhalten und zu vergegenwärtigen, was für die Motivation enorm wichtig ist, bieten sich folgende Formate an:
Tagebücher: privat, Lerntagebuch
Ebooks: Geschichten erzählen, Tagesablauf beschreiben, Erlebnisse zu Hause
Portfolios
- Aufgabenportfolios: Was, Wie, Lernergebnisse, Lerntagebuch ist darin schon enthalten
- Bewerbungsportfolios: Lehrstellensuche, Stärken/Schwächen, berufliche Ziele
Beispiellerntagebücher gibt es auf folgenden Seiten.
- at/lerntagebuch.pdf
- com/de
- Book creator: Multimediale Ausdrucksformen: Fotos und bilder, Text, Videos und Musik, als epub oder pdf exportieren
Lernergebnis präsentieren und Lebendiges Schreiben:
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Veröffentlicht: Freitag, 24. April 2020 22:00
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Geschrieben von Peter H.
Beim dritten Termin haben wir einen Exkurs in Richtung Microcontroller-Programmierung mit dem Micro:Bit unternommen. Dabei haben wir mit der blockbasierten MakeCode-IDE einfache Programme erstellt und ganz im Sinne von physical computing einen Videocontroller programmiert, mit dem Spielfiguren in Scratch-Programmen gesteuert werden können.
Dies Einheit war ein etwas „verwegenes“ Experiment, denn ich wollte die Grenzen des distance learning ausloten und ihnen auch etwas zum „Angreifen“ geben. Da die Kursteilnehmer zu Beginn 50 Euro bezahlt hatten, konnten wir einem jeden seinen oder ihren persönlichen Micro:bit zusenden. Das Ziel war, dass die Spiele um einen Videocontroller erweitert werden. Die erste Hälfte, wo wir zum Kennenlernen es Micro:bits einfache Programme mit makecode erstellt haben, lief problemlos.
Leider ist im zweiten Teil dann doch Murphy’s Law eingetreten, und bei der Integration mit Scratch hat es ziemlich gehakt. Bei einer Teilnehmerin hat USB überhaupt nicht funktioniert, und auch geduldiges Warten und Neustarten hat nichts gebracht. Bei einer anderen Teilnehmerin hat durch ein Mac OS Update Scratch-Link nicht funktioniert. Ein anderer Teilnehmer hatte kein Bluetooth und bei einer weiteren hat es trotz mehrmaligem Probieren ohne mir ersichtlichen Grund nicht funktioniert. Im Endeffekt ha, was ich ursprünglich geplant hatte, dann nur bei einer Handvoll TeilnehmerInnen funktioniert. Zunächst war ich sehr geduldig und wollte jedem individuell helfen, doch als sich die Probleme gemehrt haben, bin ich ziemlich ins Schwitzen gekommen. Bei einem Präsenztermin hätte ich viel flexibler agieren können und besser individuell unterstützen können. Außerdem wäre die Infrastruktur homogen und damit die möglichen Fehlerquellen weit geringer. Trotzdem, das grundlegende Lernziel, den Micro:bit kennenzulernen, ist gelungen. Physical computing virtuell zu vermitteln, ist allerdings sehr riskant und würde ich deswegen in der Form nicht nochmal probieren.