Reflexion: Micro:Bit

Beim dritten Termin haben wir einen Exkurs in Richtung Microcontroller-Programmierung mit dem Micro:Bit unternommen. Dabei haben wir mit der blockbasierten MakeCode-IDE einfache Programme erstellt und ganz im Sinne von physical computing einen Videocontroller programmiert, mit dem Spielfiguren in Scratch-Programmen gesteuert werden können.

Dies Einheit war ein etwas „verwegenes“ Experiment, denn ich wollte die Grenzen des distance learning ausloten und ihnen auch etwas zum „Angreifen“ geben. Da die Kursteilnehmer zu Beginn 50 Euro bezahlt hatten, konnten wir einem jeden seinen oder ihren persönlichen Micro:bit zusenden. Das Ziel war, dass die Spiele um einen Videocontroller erweitert werden. Die erste Hälfte, wo wir zum Kennenlernen es Micro:bits einfache Programme mit makecode erstellt haben, lief problemlos.

Leider ist im zweiten Teil dann doch Murphy’s Law eingetreten, und bei der Integration mit Scratch hat es ziemlich gehakt. Bei einer Teilnehmerin hat USB überhaupt nicht funktioniert, und auch geduldiges Warten und Neustarten hat nichts gebracht. Bei einer anderen Teilnehmerin hat durch ein Mac OS Update Scratch-Link nicht funktioniert. Ein anderer Teilnehmer hatte kein Bluetooth und bei einer weiteren hat es trotz mehrmaligem Probieren ohne mir ersichtlichen Grund nicht funktioniert. Im Endeffekt ha, was ich ursprünglich geplant hatte, dann nur bei einer Handvoll TeilnehmerInnen funktioniert. Zunächst war ich sehr geduldig und wollte jedem individuell helfen, doch als sich die Probleme gemehrt haben, bin ich ziemlich ins Schwitzen gekommen. Bei einem Präsenztermin hätte ich viel flexibler agieren können und besser individuell unterstützen können. Außerdem wäre die Infrastruktur homogen und damit die möglichen Fehlerquellen weit geringer. Trotzdem, das grundlegende Lernziel, den Micro:bit kennenzulernen, ist gelungen. Physical computing virtuell zu vermitteln, ist allerdings sehr riskant und würde ich deswegen in der Form nicht nochmal probieren.