3. Termin: Micro:bit

Heute programmieren wir einen Spielecontroller.

 

Lernziele

- Den Micro:Bit mit makecode programmieren können

- Ein einfaches Spiel programmieren

- Den Micro:Bit als Controller in deinen Scratch-Spielen verwenden können

Reflexion: Pong

Beim zweiten Termin haben wir einen Spieleklassiker, nämlich Pong, das erste kommerziell erfolgreiche Videospiel, mit Scratch nachprogrammiert. Dabei haben wir Grundkonzepte der funktionalen Programmierung (Variablen, Schleifen, Entscheidungen, Ereignisse und Zufallszahlen) und die Scratch-Entwicklungsumgebung kennen und anwenden gelernt.

Leider war dies auch der erste Termin, an welchem wir aufgrund der Corona-Krise auf distance learning umstellen mussten. Der Vorteil, den das Thema der Spielentwicklung mit Scratch mit sich bringt, ist, dass sich die nötige Infrastruktur auf jeden Fall für distance learning eignet. Folgende Kanäle habe ich sofort aktiviert: Email, um die SchülerInnen über das neue Vorgehen zu informieren, Geogebra, um die jeweiligen Inhalte und etwaige Dateien permanent zur Verfügung zu stellen, Sowie Scratch-Classroom, welches das Teilen von Projekten und gegenseitiges Feedback erleichtert, indem eine übersichtliche Gruppe von Kursteilnehmer erstellt und einem Studio hinzugefügt werden kann.

Um die KursteilnehmerInnen zu motivieren und aus ihrer Corona-bedingten Isolation zu holen, habe ich mich gegen einen rein asynchronen Unterricht entschieden. An den jeweiligen Terminen haben wir uns also jeweils für 2 Stunden getroffen und gemeinsam unterschiedliche Spiele programmiert. Um gemeinsam die Basics erarbeiten zu können, habe ich auf Zoom zurückgegriffen, wo ich aktuell über eine unlimitierte Lizenz verfüge. Ursprünglich war geplant, dass die SuS am Ende des Kurses selbst erstelle Produkte vor Publikum präsentieren, was aber relativ rasch seitens der Veranstalter abgesagt wurde. Daher hatte ich ursprünglich intensive Phasen des Projekt- und Gruppenunterrichts eingeplant. Das heißt, wir hätten etwa 1 Stunde gemeinsam fortgeschrittene Scratch-Techniken geübt, und anschließend hätte ich die Schüler in einer Art Projektarbeit an ihren eigenen Spielen arbeiten lassen, die sich natürlich angelehnt an den Fortschritt des Kurses weiterentwickelt hätten. Da sich aber unter den KursteilnehmerInnen niemand kannte, sah ich mich aus organisatorischen Gründen leider gezwungen, davon Abstand zu nehmen und motiviere sie seither dazu, ihre Projekte zu veröffentlichen und sich gegenseitig auf Scratch Feedback zu geben, um Denkanstöße zu erhalten. Das ist allerdings auf freiwilliger Basis und wird bisher nicht wirklich genutzt. Da die SuS nebenbei ohnehin schon viel am Computer arbeiten müssen, um den Schulstoff zu erarbeiten, wollte ich hier keine zusätzliche Belastung schaffen und vertrete eher den Standpunkt, dass ich sie für die Thematik begeistern will, sie ansonsten aber lieber raus zum Spielen gehen sollen. Auch das abschließende Projekt, das eigentlich jeder für die Präsentation erstellen sollte, und wofür ich im Präsenzunterricht eine Art Portfoliophase eingeplant hätte, habe ich den TeilnehmerInnen zu freien Wahl überlassen. Meine je zwei Unterrichtseinheiten laufen also im Groben so ab, dass wir uns alle auf Zoom einfinden und ich die SuS nach ihrem Befinden und danach befrage, wie es ihnen unter den neuen Bedingungen geht. Dann führe ich die Spielidee für diese Einheit ein, wiederhole noch einmal, was wir schon alles können. Da wir bekannte Arcacde-Spiele nachprogrammieren, lasse ich die SuS diese vorher immer online ausprobieren und möchte, dass sie die wichtigsten Elemente des Spieles nennen, um ein Problembewusstsein zu erzeugen. Die jeweiligen Spiele habe ich grob in etwa 3 bis 4 kleinere, jedoch sinnvolle Einheiten zergliedert, z. B. Spielfigur steuern, Punkte gewinnen, Game over, Schwierigkeitsgrads erhöhen. Jede dieser kleineren Einheiten sollen die TeilnhemerInnen zunächst selbst versuchen zu lösen, bevor ich eine Musterlösung erarbeite. Dabei kann ich gar nicht genug darauf hinweisen, wie sehr ich mich bemühe, sie zu selbständigem Denken zu ermutigen, indem ich immer wieder darauf hinweise, dass es oft viele verschiedene Lösungen gibt. Wenn jemand eine andere Lösung gefunden hat, wird diese auch gewürdigt. Außerdem kann man in Scratch durch die gestalterischen Elemente ja seiner Kreativität freien Lauf lassen, und ich bin immer wieder erstaunt, wie unterschiedlich die Lösungen zum Teil sind und habe mir schon die eine oder andere Idee abgeschaut. Das selbständige Erarbeiten lassen funktioniert normalerweise recht gut, womit ich gar nicht gerechnet hatte, und wenn etwas nicht klar ist, erkläre ich geduldig nochmal meine Musterlösung, was bis jetzt immer gut geklappt hat. Wenn die SuS ihr Projekt veröffentlichen, kann ich auch live das konkrete Projekt anschauen und auf mögliche Probleme hinweisen. Nachdem wir so die Basisfunktionen der jeweiligen Spiele erarbeitet haben (2 Stunden vergehen sehr schnell), gebe ich ihnen immer freiwillige Zusatzaufgaben, die das Spiel noch interessanter machen, oder motiviere sie, sich bestimme Konzepte noch einmal anzuschauen. Bei Pong wären das z. B. das individuelle Gestalten von Spielfigur und Spielfeld, die Erhöhung der Schwierigkeit, indem der Ball nach Ablauf einer bestimmten Zeit schneller wird, etc. Anschließend ermutige ich sie dazu, ihre modifizierten Spiele freizugeben und weiter an ihrem eigenen Spiel zu arbeiten, unter Einbeziehung der möglicherweise neu gewonnenen Erkenntnisse.

2. Termin: Pong

Kennst du das Spiel Pong? Es war das erste kommerziell erfolgreiche Videospiel und wurde 1972 von Atari veröffentlicht. Wenn du es noch nicht kennst, probier's doch gleich mal aus, z. B. hier: Link zum Spiel

Analysiere das Spiel und sammle Ideen für dein eigenes Spiel:

1) Was ist das Spielziel?

2) Was ist die Challenge?

3) Wer oder was ist dein Avatar?

4) Was ist die Hintergrundgeschichte zu deinem Spiel?

 

Lernziele

In dieser Einheit wirst du dein erstes Multiplayer-Spiel erstellen. Dabei lernst du wichtige Grundlagen der Programmierung:

- Variablen

- Schleifen

- Entscheidungen

- Ereignisse

- Zufallszahlen

Lass' dich von den Begriffen nicht einschüchtern. Du wirst sehen, dass viele Dinge mit Scratch ziemlich intuitiv und einfach sind. Andere brauchen vielleicht etwas mehr Übung und Nachdenken. Das ist wie beim Fußballspielen oder Musizieren: Gut Ding' braucht manchmal Weile. :-)

 

Vorgehen

1. Tritt unserer Scratch-Klasse über folgenden Link bei: Talente

2. Lass uns die Grundlagen gemeinsam erarbeiten

 

Bis zum nächsten Mal

- Erweitere das Spiel mit deinen eigenen Ideen und teile es auf Scratch, damit wir voneinander lernen können:

- Gestalte deine eigenen Sprites (Schläger, Ball) oder finde welche im Internet, um dein Spiel individueller zu machen

- Gestalte deinen eigenen Hintergrund

- Wie kannst du das Spiel noch interessanter machen? (Leben, Zeit, Geschwindigkeit etc.)

 

Wenn du Zeit und Lust hast

- Erstelle ein Modell von Pong (Klassen- und Aktivitätsdiagramm) und füge es zu deinem Portfolio hinzu

- Plane dein eigenes Spiel bzw. bastle an ihm weiter

 

Was in den nächsten Einheiten kommt

- Wenn der Ball ins Aus geht, soll der Spieler, der verloren hat, Angabe haben

- Wir machen aus unserem Micro:Bit einen Videocontroller, mit dem du einen der Spieler steuern kannst.