Reflexion: Snake
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- Veröffentlicht: Mittwoch, 06. Mai 2020 22:00
- Geschrieben von Peter H.
Beim vierten Termin haben wir einen weiteren Spieleklassiker, nämlich Snake, programmiert. Dabei wurden die wichtigsten Konzepte, die wir bisher durchgenommen haben, wiederholt, allerdings kamen auch ein paar neue Sprachelemente hinzu, z. B. das „Klonen“, welches eine wichtige Technik für fortgeschrittene Scratch-Spiele ist. Wir haben wieder ausreichend Gelegenheit zum Tüfteln gehabt.
Wie in den letzten beiden Doppeleinheiten haben wir gemeinsam das Spiel erarbeitet, wobei es wieder in unabhängige Sinneinheiten zergliedert wurde, die die TeilnehmerInnen selbständig versucht haben zu bearbeiten. Durch den „spiralförmigen“ Ansatz hat das auch schon ganz gut geklappt, und die SuS haben kaum Probleme, dem Unterricht zu folgen, der doch recht zügig vorangeht. Immerhin darf man nicht vergessen, dass wir schon alle gängigen Konzepte, wie Variablen, Entscheidungen, Schleifen, Ereignisse, Funktionen benutzen, ohne diese je explizit zum Thema zu machen, sondern nur nach Bedarf. Was mir in dieser Einheit außerdem recht gut gefallen hat, war die Tatsache, dass bis auf 2 TeilnehmerInnen, die auch schon bisher gefehlt hatten, immer noch alle dabei waren, und das auch wieder sehr engagiert. Trotz der Distanz und der leider eingeschränkten Möglichkeit für kooperatives Lernen, dürfte der Inhalt also durchaus motivierend sein. Als neues Programmierelement ist wie gesagt in dieser Einheit das „Klonen“ dazugekommen, das nicht sehr intuitiv ist und daher einiger Übung bedarf.
Was mir aufgefallen ist, ist, dass es etwas verunsichernd ist, wenn nur einer oder keiner die Webcam aktiviert hat, weil ich dann nicht an der Körpersprache ablesen kann, ob jemand dem Unterricht folgen kann bzw. interessiert ist. Das hat für mich erfordert, oft nachzufragen, zu wiederholen, langsam und deutlich zu sprechen, Feedback zu entlocken etc. Glücklicherweise ist mir das auch gut gelungen, und trotz der widrigen Umstände blieb sogar Zeit für ein bisschen „Beziehungsarbeit“, in der man sich nach dem Alltag der Kinder und nach ihren Interessen erkundigt, und danach, auf welche Schule sie weitergehen wollen, ob sie mehr an Sprachen oder mehr and Naturwissenschaft interessiert sind und warum. Das hat etwas den anonymen Charakter der Lernsitzungen aufgebrochen und die SuS sind dann, auch wenn man sie nicht sieht, doch sehr an einem persönlichen Austausch interessiert, was nur zeigt, dass Kontakt und gesehen werden, auch wenn die Webcam aus ist, sehr wichtig für sie ist. Der „freie“ Anteil bezieht sich wiederum darauf, dass sie das Programm nach ihrem Gusto gestalten und erweitern sollen. Konkrete Ideen, die ich ihnen mitgegeben habe, waren etwa, dass die Spielfigur nach Ablauf einer gewissen Zeit oder nach dem „Fangen“ von einer bestimmten Anzahl „Äpfel“ schneller werden soll, dass das Programm zu einem Multiplayer-Spiel erweitern, sie die Figur über einen Micro:Bit steuern können sollen oder die Schlange das Feld queren können soll.